Dienstag, 23. November 2010

Meditativer Feierabend

Das Zurichten größerer Mengen Seils hat in seiner Gleichförmigkeit und der erforderlichen Sorgfalt etwas Beruhigendes. Dieser Effekt tritt selbst beim im Vergleich zum Hanfseil wesentlich weniger arbeitsaufwendigen PP-Seil ein. Hier macht es im aktuellen Fall auch die Menge: Die erste Hälfte des neuen Seils ist fertig, 300 Meter in Bordeaux sind in 48 passende Stücke von vier, acht und sechzehn Metern Länge zerlegt und die Enden versäubert.

Beim Verarbeiten hat sich der positive erste Eindruck nach dem Auspacken bestätigt. Das Seil fühlt sich gut an, legt sich gut, und erst bei recht hohen Zuggeschwindigkeiten fängt die Reibungshitze an, eine Rolle zu spielen. Diese stellt bei Kunstfasern im Normalfall ein größeres Risiko dar als bei Naturfasern. Außerdem sieht es vor allem auf dunklem Untergrund sehr gut aus. Mal sehen, wie sich des Seil im praktischen Einsatz bewährt. Und an das dunkelblaue Seil mache ich mich demnächst auch.

Mittwoch, 17. November 2010

Frisch geliefert

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Man muss einfach nur warten können: Mit etwas Verspätung ist das lange gesuchte und sehnlichst erwartete Seil heute angekommen. Die Farben – ein helles Bordeauxrot und ein tiefes Marineblau – weichen etwas von der Vorlage ab, die Anlass zur Bestellung war, sehen in Natura jedoch ziemlich gut aus. Damit sind sie eine willkommene Abwechslung von den gerade auf Fotos je nach Lichtsituation sehr aufdringlichen Primärfarben der üblichen Baumarktware.

Beide Varianten sind aus Polypropylen, haben einen Durchmesser von sechs Millimetern bei eher quadratischem Querschnitt und fassen sich schon auf der Spule angenehm an. Als nächstes steht das Zuschneiden auf spieltaugliche Längen an. Das Zurichten macht bei diesem Material zum Glück nicht so viel Arbeit wie bei Hanfseil. Ein wenig Zeit muss ich mir dennoch nehmen, denn immerhin befinden sich auf jeder der Spulen 300 Meter Seil. Weniger ging gar nicht, aber Seile kann man ja ohnehin nie genug haben.

Montag, 15. November 2010

Hier, bei der Arbeit

Auch dünnes Seil ist ausbruchssicher

Teamwork stellt auch Krawallsubbies ruhig

Am Wochenende war – wie schon öfter in der letzten Zeit – wieder einmal Workshop angesagt. Ein Teilnehmer eines früheren Termins war am Aufbaukurs in Seil- und Knotenkunde interessiert und hatte eine Interessentin von seinem Stammtisch als Übungsobjekt mitgebracht. Die Begünstige war begeistert von der Gelegenheit, sich nach allen Regeln der Kunst verschnüren zu lassen, und für jede Gemeinheit zu haben – nicht ohne sich mit erheblichen Elan zu wehren und ihren Begleiter auch sonst in der Hoffnung auf härtere Konsequenzen zu provozieren.

Die junge Dame, die sich schon früh über Spielarten jenseits des Vanilla-Mainstreams informieren konnte und deshalb mit ihrem inneren Outing keine Probleme gehabt hatte, war nur mühsam davon abzuhalten, die zur Mittagspause angelegten metallischen Accessoires um Hände und Füße draußen vor der Tür zur Schau zu tragen. In der übrigen Zeit durfte sie die Grenzen ihrer Bewegungsfreiheit in unterschiedlichsten Verwicklungen austesten, vom Hogtie über japanisch inspirierte Bondage bis zur sicheren Befestigung am Stuhl; einzig die angepeilte Flugstunde schenkten wir uns im zweiten Anlauf. Dennoch erstreckte sich der Workshop samt angeregter Plauderei über einschlägige und andere Themen bis spät in die Nacht.

Aus praktischen Gründen hatte ich durchgängig Kunstfaserseile eingesetzt, die der einzige Anlass zur Kritik seitens der Dame waren: Sie vermisste den sie betörenden Duft echten Hanfseils. Gäbe es Parfüm mit dieser Duftnote, wäre sie wohl die beste Kundin des Herstellers. Ansonsten minderte nicht einmal der am folgenden Tag fällige Muskelkater den Spaß am Schnüren und in ihrem Fall Verschnürtwerden.

Auch das Paar vom letzten Workshop hat mittlerweile um ein Fortsetzung gebeten und schon ein paar interessante Wünsche geäußert. Langweilig wird es also nicht.

Freitag, 12. November 2010

Gut zu Fuß

Ich bin ja nun nicht unbedingt auf ein bestimmtes Schuhwerk an meinen Opf… äh Begünstigten fixiert, aber natürlich achte ich schon darauf, ob die eine oder andere Fußbekleidung absichtlich oder unabsichtlich einschlägigen Charakter hat. Bei If Shoes Could Kill bin ich über einige interessante Kreationen gestolpert. So kann eine akrobatisch veranlagte bzw. mit gutem Gleichgewichtssinn ausgestattete Dommse dem Modell Cat-O-Nine-Toes mit Sicherheit etwas abgewinnen. Eher für leidensfähige Begünstigte geeignet sind die Variante aus der Werkstatt und die Nagelschuhe der besonderen Art. An die Pony-Freunde ist natürlich auch gedacht.

Natürlich …

… kommt es mal wieder anders als erhofft: Das vor einiger Zeit bestellte und bereits für die vergangene Woche angekündigte Seil in schönen Farben kommt frühestens nächste Woche. Damit trifft es leider zu spät ein für den gerade beendeten Besuch der Herzdame, die Party, den letzten Workshop und für den nächsten, für morgen angesetzten Workshop auch noch.

Montag, 8. November 2010

Immer gut beschäftigt

Entwickeln statt Verwirren

Kaum dreht man sich um, ist das Wochenende schon wieder vorbei. Zwischen allerlei familiären, sportlichen und anderen Verpflichtungen ließ sich jedoch auch manches Einschlägige unterbringen. Beim Workshop am Samstag ergab sich spontan Gelegenheit zu ein paar bunten Bildern (ja, zufällig hatte ich die Kamera dabei), während ich die Herzdame zu Lehr- und Demonstrationszwecken für die wissbegierigen Besucher einpackte.

Am Abend ging es dann auf eine Party, um Entspannen, Tanzen und Spielen aufs Angenehmste zu verbinden. Das neue Seil in den richtigen Farben kam trotz Avis des Herstellers nicht rechtzeitig an, also entschlossen wir uns, die Abendgarderobe der Dame mit dem bereits am Nachmittag eingesetzten gelben Seil zu akzentuieren. Das sorgte für teils interessierte, teils erstaunte Blicke anderer Gäste. Außerdem wurde die Herzdame von einer Bekannten aus einem anderen Online-Umfeld erkannt – die sich allerdings an Ort und Stelle nicht sicher war, deshalb keine direkte Ansprache wagte und sich erst im Nachhinein meldete.

Am Sonntag war eigentlich ein weiteres Treffen geplant, unter anderem, um die Star-Trek-Bilder mit einem dynamischen Damen-Duo umzusetzen. Leider fiel dieses Treffen krankheitsbedingt aus. Nicht zum ersten Mal drängelte sich da ein gewisses gehörntes Eichhörnchen dazwischen. Alle vier Beteiligten werden wir wohl in diesem Jahr nicht mehr an einen Tisch kriegen, wenn das so weitergeht. Dafür konnte ich schon einmal für Weihnachten üben und die in leuchtendem Rot spärlich bekleidete Herzdame mit grünem Seil in ein handliches und handsames Päckchen verwandeln.

Sonntag, 31. Oktober 2010

Halloween-Bondage

Bleiben Sie bitte während des Fluges angeschnallt.

Fesselnde Variation eines bekannten Symbols

Geister, Hexen, Teufel und andere finstere Gestalten: Halloween mag die kommerzielle Umformung der christlich-katholischen Umformung des kulturhistorisch ohnehin nicht gesicherten keltischen Samhain-Festes sein oder nicht – Stimmung, Bräuche, Symbole, Outfits und Kulissen jedenfalls mischen sich auch gerne mit denen einschlägiger Kreise. So lag es nahe, für diesen Tag zusätzlich ein paar Seile ins Spiel zu bringen. Noch einmal vielen Dank an die freiwillige Begünstigte, für die das Fotoshooting zur sportlichen Herausforderung wurde. Auch mit ein paar Tricks war der Ritt auf dem Besen nicht wirklich bequem, und das Halten der Position erforderte viel Kraft und Muskelspannung. Beim nächsten Versuch hole ich noch mindestens einen Assistenten zum Ausrichten von Fluggerät und Pilotin dazu. Die zweite Bondage-Variante war im Vergleich dazu für alle Beteiligten um Einiges einfacher, auch wenn die dekorative Seilführung nicht gleich im ersten Anlauf gelang.