Montag, 24. November 2008

Sonntag, 23. November 2008

Gut verpackt

Wie bereits erwähnt, hatte ich vor kurzem Gelegenheit, angesichts der Saison naheliegende Packshots zu machen – und mehr: Mein Gast hatte sich das ganze Wochenende Zeit genommen und war begierig auf Bilder ebenso wie auf Bondage. So verbrachte die Dame einen guten Teil ihres Besuchs mit reduzierter Bewegungsfreiheit und kehrte um einige Erfahrungen und rund 900 – nicht nur einschlägige – Bilder reicher nach Hause zurück.

Seil- und spielzeugtechnisch war die Besucherin vielseitig interessiert und experimentierfreudig. Nur am Abbau ihrer Abneigung gegen Knebel muss ich wohl noch arbeiten. Dafür absolvierte die Dame sogar das Abendessen beim Chinesen mit Karada unter der Kleidung. Insgesamt war das Wochenende in mehrfacher Hinsicht sehr lehrreich; wir sind uns beide im Laufe der Diskussionen und Shootings nicht nur unsere Neigung betreffend über einige Dinge klarer geworden.

Licht und Schatten gab es in Sachen Technik. Die neuen Funkauslöser geben mir erheblich mehr Freiheit beim Bildermachen, was man etlichen Fotos ansieht. Dafür habe ich es im Eifer des Gefechts geschafft, einen Hintergrund herunterzureißen und so einige Quadratmeter Müll zu produzieren. Etwas bleibendere Erinnerungen verdanke ich dem prophylaktisch besorgten Flaschenzug, mit dessen Zugseil ich mir die Haut von den Fingern gerissen habe.

Trinken geht noch!
Zur Einstimmung kamen die Armreifen zum Zuge.

Etwas eingeschränkter
Fußschellen ergänzten bald das Ensemble

Japanisch inspirierte Bondage
Passend zum Kimono habe ich das Hanfseil ausgepackt.

Keine Meerjungfrau
Ins Netz gegangen

Jungfer, leidend: Klassisches Sujet seit Jahrhunderten
Damsel in Distress meets Heiligenbild – klassische Pose mit Schleifchen drum.

Ausbruchssicher verpackt
Heftig, aber haltbar: PVC-Klebeband direkt auf der Haut.

Freitag, 21. November 2008

Antikmöbel

Ist dieser rustikale Bondage-Stuhl mit mechanischem Dildo nun Steampunk, das Werk eines Landmaschinenmechanikers mit zu viel Zeit – oder doch authentisch? Offen laufende Zahnräder und Treibriemen in der Nähe edler Teile und anderer Gliedmaßen dürften bei wagemutigen Begünstigten jedenfalls für zusätzliche Adrenalinschübe sorgen.

Donnerstag, 20. November 2008

Anders warten

Die beim Bildermachen unterwegs hilfreichen Teile sind nach wie vor erst irgendwann im nächsten Jahr lieferbar. Heute habe ich beim Fachhändler jedoch erfahren, dass es eine etwas einfachere Ausführung vom selben Hersteller gibt – natürlich nicht auf Lager. Morgen kommt ein Vertreter der Herstellerfirma zur vorweihnachtlichen Vorführung; aber der hat laut Rückfrage die Teile auch nicht dabei. Also bestellen und wieder warten. Immerhin: Hier liegt die Lieferzeit nicht bei mehreren Monaten, sondern überschaubarer bei ein paar Wochen. Und dann kann ich selbst draußen auf Entfernung ein Blitzgewitter entfesseln.

Mittwoch, 19. November 2008

Küchenmeister

Vorhin kam im Chat auf ein paar Umwegen die Rede auf Spielmöglichkeiten in der Küche. Der kollektive Blick in die Schubladen und Schränke förderte neben den klassischen Varianten einige ungewöhnlichere Ideen zutage. Milch und Honig lassen sich etwa nach antikem Vorbild auch äußerlich anwenden – erst in Milch baden, dann strategisch mit Honig einpinseln.

Wer gerne härter liegt, darf sich auf Kandiszucker ausstrecken. Ansonsten bieten sich Ingwer und Chili zum Erzeugen intensiver Gefühle ebenso an wie Kochlöffel, Pfannenwender und Holzbrettchen. Frischhaltefolie als Fixiermittel ist offensichtlich, Geschirrtücher lassen sich als Knebel, Fesselutensilien oder Schlaginstrumente einsetzen. Mit Essstäbchen und Gummis lässt sich auch einiges anstellen, ein Teigrädchen eignet sich für harmlosere Sinnesreize. Eine Tortenspritze ist für dekorative Zwecke nicht nur auf Gebäck nutzbar.

Überhaupt bietet eine Küche scharfe und spitze Gegenstände aller Art, und ganz hinten in der großen Schublade finden sich dann die Tischtuchbommel mit den netten Klemmen. Kronenkorken eignen sich übrigens ebenfalls für fiese Spielchen, sei es zum Draufsetzen oder als Schuheinlagen. In die gleiche Richtung geht eine Folienmumie mit hineingewickelten Erdnussschalen. Der BDSM-technisch korrekte Einsatz eines Spargelschälers wurde dagegen nicht vertieft diskutiert. Eiswürfel? Natürlich.

Ein Griff in die Vorratskammer ist ein weiterer Auslöser für Spaß und Spiel. So sorgt ein rohes Ei als Knebel für Schweinerei beim Regelverstoß. Der Küchenmeister kann seine Untergebenen getrocknete Erbsen mit auf den Rücken gefesselten Händen aufsammeln lassen. Prickelnde Erlebnisse nach literarischem Vorbild gibt es mit Ahoi-Brause.

Selbst wenn es zum Klischee geworden ist: Der Gwendoline-Klassiker – Sub zum Abspülen an die Spüle gekettet – hat was. Das Schürzchen lässt sich ja eventuell mit Klammern statt mit Bändern an dem/der Begünstigten befestigen. Und ein stabiler Küchentisch mit passenden Ankerpunkten sollte ohnehin zur Grundausstattung gehören.

Öko-Fetisch

Lack, Leder, Latex und gelegentlich Metall – wer beim Outfit nach Abwechslung vom Fetisch-Einerlei sucht, ist bei einem österreichischen Handwerker an der richtigen Adresse. Der drechselt nicht nur Hüte, sondern auch passgenau BHs aus Holz. Das schaut bei entsprechender Wahl des Holzes überraschend nett aus und ist mit Sicherheit hautfreundlicher und weniger temperaturanfällig als das Oberteil von Prinzessin Leias Sklavenkostüm.

Dienstag, 18. November 2008

Schweden voraus

Zum Thema „BDSM als Krankheit“ gab es hier ja schon ein paar Anmerkungen. Schweden verfolgt da offensichtlich einen Ansatz, der der englischen Politik diametral entgegengesetzt ist: Ab 1. Januar 2009 sind BDSM und einige andere sexuelle Vorlieben dort aus dem ICD-10 gestrichen. Erheblichen Anteil daran hatte die Lobbyarbeit des Riksförbundet för sexuell upplysning (RFSU).