Mittwoch, 19. November 2008

Küchenmeister

Vorhin kam im Chat auf ein paar Umwegen die Rede auf Spielmöglichkeiten in der Küche. Der kollektive Blick in die Schubladen und Schränke förderte neben den klassischen Varianten einige ungewöhnlichere Ideen zutage. Milch und Honig lassen sich etwa nach antikem Vorbild auch äußerlich anwenden – erst in Milch baden, dann strategisch mit Honig einpinseln.

Wer gerne härter liegt, darf sich auf Kandiszucker ausstrecken. Ansonsten bieten sich Ingwer und Chili zum Erzeugen intensiver Gefühle ebenso an wie Kochlöffel, Pfannenwender und Holzbrettchen. Frischhaltefolie als Fixiermittel ist offensichtlich, Geschirrtücher lassen sich als Knebel, Fesselutensilien oder Schlaginstrumente einsetzen. Mit Essstäbchen und Gummis lässt sich auch einiges anstellen, ein Teigrädchen eignet sich für harmlosere Sinnesreize. Eine Tortenspritze ist für dekorative Zwecke nicht nur auf Gebäck nutzbar.

Überhaupt bietet eine Küche scharfe und spitze Gegenstände aller Art, und ganz hinten in der großen Schublade finden sich dann die Tischtuchbommel mit den netten Klemmen. Kronenkorken eignen sich übrigens ebenfalls für fiese Spielchen, sei es zum Draufsetzen oder als Schuheinlagen. In die gleiche Richtung geht eine Folienmumie mit hineingewickelten Erdnussschalen. Der BDSM-technisch korrekte Einsatz eines Spargelschälers wurde dagegen nicht vertieft diskutiert. Eiswürfel? Natürlich.

Ein Griff in die Vorratskammer ist ein weiterer Auslöser für Spaß und Spiel. So sorgt ein rohes Ei als Knebel für Schweinerei beim Regelverstoß. Der Küchenmeister kann seine Untergebenen getrocknete Erbsen mit auf den Rücken gefesselten Händen aufsammeln lassen. Prickelnde Erlebnisse nach literarischem Vorbild gibt es mit Ahoi-Brause.

Selbst wenn es zum Klischee geworden ist: Der Gwendoline-Klassiker – Sub zum Abspülen an die Spüle gekettet – hat was. Das Schürzchen lässt sich ja eventuell mit Klammern statt mit Bändern an dem/der Begünstigten befestigen. Und ein stabiler Küchentisch mit passenden Ankerpunkten sollte ohnehin zur Grundausstattung gehören.