Donnerstag, 1. Oktober 2009

Schon wieder England

Trotz seines Rufs als Heimat des Kink (Englische Erziehung, anyone?) hat England zunehmend Probleme damit, wenn es um etwas jenseits des Gewohnten ausgelebte Sexualität geht, und auch sonst Tendenzen zum alles überwachenden und regulierenden Nanny State. Neuestes Beispiel: Der Fliesenhersteller Bisazza hat eine Anzeigenkampagne mit Bildern des renommierten Fotografen Nobuyoshi Araki gestaltet, die seit Monaten in Lifestyle- und Design-Zeitschriften in Europa, den USA und Australien läuft. Die Motive (Achtung, Flashhölle und dummer Begleittext, fraglich, wie lange dort sichtbar) sind typisch Araki, und natürlich sind die Frauen, die dort auf den Fliesen drapiert sind, nicht nur im Geisha-Outfit zu sehen, sondern zuweilen auch mit Hanfseil im traditionellen Stil verschnürt.

Die Darstellung ist zurückhaltend und durchaus massentauglich; das Shibari ist sehr reduziert, und nackte Haut ist maximal bis zum Oberschenkel zu sehen. Dennoch fühlten sich einige Leute auf den Schlips getreten: Nach sechs Beschwerden hat die Advertising Standards Authority (ASA), die Selbstkontrolle der britischen Werbeindustrie, die weitere Nutzung der Anzeige verboten. Begründung: Trotz der hochgradig stilisierten Darstellung ließen sich die Abbildungen so interpretieren, als ob sexuelle Gewalt stattgefunden hätte oder bevorstehe:

„Notwithstanding the highly stylised nature of the ads, we considered the creative treatment could be seen to imply that sexual violence had taken place or was about to take place,“

Via Violet Blue, die auch ein paar Anzeigenmotive zeigt.

Freitag, 25. September 2009

Alles bleibt anders

Murphy mal wieder: Das kurzfristig anberaumte Treffen hat sich wegen dringender Verpflichtungen ebenso kurzfristig zerschlagen. Wir peilen mal das nächste Wochenende an, vorausgesetzt, wir bringen das mit anderen Terminen davor und danach auf die Reihe. Wäre ja auch zu einfach, wenn es mal reibungslos klappen würde.

Donnerstag, 24. September 2009

Ad hoc

Das vor kurzem diskutierte Fototreffen hat sich kurzfristig konkretisiert: Am Wochenende geht es wieder auf die Piste, mit Ausrüstung im Kofferraum und Ideen im Kopf. Geplant sind nicht nur einschlägige Bilder, aber eben auch. Da die betreffende Dame diesbezüglich Novizin ist, kann es durchaus auch ein Mini-Workshop werden. Wird spannend.

Mittwoch, 23. September 2009

Was fürs Herz …

… wäre mal wieder schön.

Dienstag, 22. September 2009

Weichere Gangart, bitte!

Das neue Anti-Amok-T-Shirt aus dem Titanic-Shop eignet sich auch für empfindlichere Subs, die potenzielle Spielpartner vorwarnen wollen.

Montag, 21. September 2009

Schöner Tag

Die Sonne schien, ich hatte Zeit, und eine experimentierfreudige Dame auch. Also: Raus in die Natur, mit Kamera, Seil und anderem Zubehör. Wir hatten uns vorgenommen, einige von mir erkundete Orte für Fotos zu nutzen. Was neulich witterungsbedingt nicht geklappt hatte, lief diesmal wunderbar.

Den Anfang machte ein Shooting in einer nicht weit entfernten Burgruine. Einziges Problem hier war der Aufstieg mit Ausrüstung und Requisiten, der mich als untrainierten Schreibtischtäter mal wieder ins Schwitzen und außer Puste brachte. Ansonsten: Grandiose Aussicht, schöne Kulisse, und kein Mensch weit und breit. Also die Dame erst ins Mittelalterhemd geworfen, dann ins Hanfsseil gewickelt und dekorativ laufend, stehend und kniend im Tordurchgang sowie anschließend halb liegend über Mauerreste drapiert. Das passende Tuch hatte ich leider im Auto vergessen, also bekam die Begünstigte ein ökologisch einwandfreies Beißholz aus einem an Ort und Stelle abgesägten und zurechtgeschnitzten Aststück, befestigt mit weiterem Hanfseil.

Ein Aussichtspunkt mit Bank regte uns zu den nächsten Motiven an. Zunächst durfte die Dame auf der Bank Platz nehmen und die Landschaft bewundern. Diverse Seile und ein Ballknebel halfen dabei bei der Konzentration auf die Umgebung. Anschließend kam die klassische Picknickdecke zu Ehren, mit der Begünstigten darauf appetitlich im Hogtie angerichtet. Dabei bestätigt, dass die Dame immer noch kitzlig ist, außerdem dank Selbstauslöser ein paar Mal mit auf dem Bild und in Aktion festgehalten.

Für den Abschluss der Fotoserie auf der Ruine hatte ich den Querbalken in einem der beiden erhaltenen Torbögen ins Auge gefasst. Die Dame nahm die Herausforderung an und gestattete es, sie weitgehend unbekleidet mit über den Kopf ausgestreckten Armen fixiert abzulichten. Schöne Bilder, schönes Lächeln.

Nach einer verspäteten Mittagspause im Eiscafé ging es zum nächsten Ort. Die alte Brücke war eine ideale Kulisse für dramatische „Damsel in Distress“-Fotos. Nach dem Einrichten des Lichts blieb oben auf der Brücke nur wenig Zeit für ein paar Bilder der Dame auf der Flucht (in Ketten, natürlich), bevor uns Regen nach unten in den Brückendurchgang trieb. Hier setzten wir die Serie fort, die Dame durfte abermals vor Bösewichten flüchten, diesmal mit Klebeband verschnürt statt in Ketten geschlossen. Bei diese Gelegenheit kam es zum einzigen Kontakt mit Zivilisten in Form eines Joggers.

Entweder war dieser zu tief in seinem Trainingsrhythmus, oder die alte Regel gilt noch immer: Ab einer gewissen Kameragröße und mit genügend verstreuten Ausrüstungsteilen sieht es nach Arbeit aus, und als sei man mit Fug und Recht am Werk – da will dann keiner stören. Ich glaube jedenfalls nicht, dass meine Abschirmung der Dame, obschon recht nah, das leuchtend rote Klebeband auf schwarzer Kleidung und den gleichfarbigen Tapeknebel wirklich vor neugierigen Blicken verborgen hat.

Letzter offizieller Halt an diesem Tag war die schon länger als potenzielle Kulisse angedachte Höhle. Das zu diesem Zeitpunkt rapide schwindende Tageslicht machte den Blitzeinsatz unabdingbar und sorgte so für eine ganz andere Lichtstimmung als ursprünglich beabsichtigt. Spannende Bilder gab es trotzdem, erst die Begünstigte als wohlverschnürtes Entführungsopfer im Hauptraum der Höhle, dann in hartem Licht Richtung Ausgang hüpfend. Hätte die Zeit nicht gedrängt, und hätte die Dame nicht morgen arbeiten müssen, hätten wir wohl beide fortgesetzt – Ideen gab es genug. Ein andermal dann.

Sonntag, 20. September 2009

Partynotizen

Gestern war ich wieder auf einer einschlägigen Party, mehr Tanz- als Spielparty, sehr unterhaltsam. Die Musikauswahl war diesmal allerdings weniger nach meinem Geschmack als beim letzten Mal. Zu fortgeschrittener Stunde war mir der Rammstein-Anteil – inklusive des neuen „Pussy“ samt Video, strunzdumm und grottenschlecht &ndash eindeutig zu hoch. Einige interessante Outfits bis hin zu einem gefallenen Engel mit großer Flügelspannweite. Dabei ob der teils sparsamen Kostüme auffällig der Anteil der extrem schlanken Frauen. Nicht wenigen möchte man eigentlich erst mal was zu Essen hinstellen, weil sie aussehen, als könnte man sie mit bloßen Händen mittendurch brechen, wenn man nicht aufpasst. Spannende Fotos in der begleitenden Ausstellung, in eindrucksvoller Größe präsentiert.

Kleines Pausenspiel der Begleiter: Die beiden Damen hatten von Ihren Partnern Raucherlaubnis erhalten, allerdings nur mit Auflagen. Diejenige, die rauchen durfte, trug dabei Augenbinde und hatte die Hände auf den Rücken gefesselt. Die jeweils andere durfte Feuer geben, die Zigarette halten etc. Knebel und Handfesseln vorne sorgten dabei für ein gewisses Handicap der Assistentin und machten die Kommunikation etwas schwieriger.