Nice one
Monk am Werk: Sehenswerte Performance in der Halloween-Show des Columbia City Cabaret in Seattle am 30.10.2009:
Monk: „We had only 6 minutes and a mostly vanilla audience to show off the speed and sex appeal of rope.“Besser ein geistreicher Narr als ein närrischer Geist
Monk am Werk: Sehenswerte Performance in der Halloween-Show des Columbia City Cabaret in Seattle am 30.10.2009:
Monk: „We had only 6 minutes and a mostly vanilla audience to show off the speed and sex appeal of rope.“Nur, weil Karrierefrauen und solche, die sich dafür halten, in den Online-Ablegern von Hochglanz- und Lifestyle-Magazinen Tipps für ausdehnte Erkundungsreisen in BDSM-Gefilde serviert bekommen, heißt das noch lange nicht, dass das o. k. ist oder jeder dürfte. Das aktuelle Rammstein-Album „Liebe Ist Für Alle Da“ jedenfalls ist in Deutschland gerade indiziert worden. Der Antrag kam nach Angaben der Band und der Plattenfirma von sehr weit oben, aus dem Bundesfamilienministerium, geführt von der bereits beim Thema Netzsperren aufgrund der Faktenlage je nach Perspektive als ahnungslos, böswillig oder beides angesehenen Ursula von der Leyen.
Unabhängig davon, dass ich mit Rammstein schon seit jeher nicht viel anfangen kann, ich das zum Anlass genommene Lied „Pussy“ samt Video reichlich dämlich finde, und auch das ebenfalls inkriminierte „Ich tu Dir weh“ nicht mehr ist als ein paar hingekrächzte Klischees: Die Begründung –
Im Einzelnen wurde der Track "Ich Tu Dir Weh" sowie ein Artwork-Foto, das Gitarrist Richard Kruspe mit einer auf seinen Knien liegenden Frau darstellt, moniert: dies seien jugendgefährdete Darstellungen von S/M-Praktiken. Außerdem befanden die Medienwächter, dass der Titel "Pussy" zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr in Zeiten von Aids animiere.
– ist von erlesener Dummheit und zeugt einmal mehr von der galoppierenden Inkompetenz und Realitätsferne, die ich im Raumschiff Berlin herrschen sehe.
Abgesehen davon, dass die seitens der Band marketingtechnisch wohl mindestens einkalkulierte wenn nicht provozierte Indizierung natürlich den Verkauf ankurbeln wird: „Als ob unsere Jugend ein Rammstein-Album braucht, um von S/M zu erfahren.“
* The Jester um 14:45 * Labels: Hintergrund, Machtverhältnisse, Mainstream, Szene
Nach der kleinen Vorabmeldung nun aber ein etwas ausführlicherer Post zum kürzlichen Treffen. Für eine Mitreisende aus dem hohen Norden und mich begann das Wochenende schon einen Tag früher: Es ergab sich, dass wir Zeit und Gelegenheit für ein ganztägiges Fotoshooting zur Einstimmung hatten – doch dazu später mehr.
Der Ort des Treffens lag nicht nur in idyllischer Landschaft, sondern war auch mit Profi-Küche und spieltauglichem Mobiliar vom stationär installierten Suspension-Gestell bis zum verhörtauglich aufgewerteten Holzstuhl bestens auf die Bedürfnisse der Teilnehmer abgestimmt. Beim kulinarischen Teil der Veranstaltung spornte der Gastgeber am ersten Abend den hauseigenen Koch mit dem angekündigten Besuch eines Restaurantkritikers (als der dann ich vorgestellt wurde …) zu Höchstleistungen an. An den folgenden Tagen waren wir Selbstversorger: Mit Schweinsbraten, Kaiserschmarrn und Krautwickeln, regionalem Bier und Wein gab es eine Neuauflage des Koch- und Knotenstudios. Dabei stimmten wohl Gespräche, Spielgelegenheit und Kochkunst den Hausherrn milde – die anwesenden Begünstigten beiderlei Geschlechts durften den Küchendienst ohne die zunächst angedrohten Ketten absolvieren. Aber vielleicht war es auch nur der Hunger, der den Ausschlag für die zeitsparende fesselfreie Variante gab.
Als Überraschungsgast fand sich die ursprünglich anderweitig verplante Flugschülerin ein, die sich kurzfristig freimachen konnte für ein Wochenende mit wenig Bewegungsfreiheit. Bereits im Lauf des ersten Abends bewies sie Experimentierfreude und Mut zu Extremen. Dem Abheben an der Papageienschaukel folgte die ihrerseits schon länger angedachte Suspension im Spagat. In der Begegnung mit dem Gastgeber erwies sie sich als veritable Krawallsubbie, die eine kurze, aber spannende Nacht mit Seil und kleinen Gemeinheiten erleben durfte und anderntags im an der Sockenfrage ausgelösten Kampf Grenzen auslotete. Dazwischen konnte ich sie für eine von einem gewissen Sweet-Gwendoline-Motiv inspirierte Fotoserie gewinnen und schnürte sie als Dame in Schwarz mit gelbem Seil an einen Pfosten.
Auch ansonsten blieben die Balken des Suspension-Gestells selten unbenutzt. Besagte Teilnehmerin war noch ein weiteres Mal stehend am Pfahl gelandet, diesmal durch diverse Schellen und Ketten an zu heftigen Bewegungen gehindert. Eine weitere Dame verdiente sich ihre Abzeichen als Fluglehrerin, indem sie ihren Partner erstmals in Eigenregie unter der Decke schweben ließ.
Meine Reisegefährtin schloss ebenfalls eingehend Bekanntschaft mit dem Gestell. Am ersten Abend verhalf ihr unser Gastgeber zu ihrem Jungfernflug und strickte sie anschließend mit einem umfänglichen Karada von Kopf bis Fuß an einen der Tragbalken. Wegen offener Widerborstigkeit der Dame musste ich sie bei einer Gelegenheit ebenfalls kurzfristig an einen Pfahl anbauen, was sie natürlich nur fürchterlich leidend erduldete. Zu guter letzt hing sie freischwebend im kompletten Folienkokon ein Stück über dem Boden an den Mast gepinnt, flächendeckend gehalten von weiteren Folienlagen.
Insgesamt war das Treffen, obwohl oder vielleicht gerade weil kleiner als vorab angedacht, sehr unterhaltsam, fröhlich, spannend und entspannend. Ich habe die viel zu kurze Zeit unter gleichgesinnten Freunden zwischen Gesprächen, Damenverschnüren und Bildermachen aufgeteilt. Dennoch bin ich sogar ziemlich intensiv zum Spielen gekommen dank einer enthusiastischen Begleiterin, die sich als Muse und Modell ebenso eingeprägt hat wie als wilde Damsel in Distress und geduldig auf dem Stuhl wartend, während ich mit dem Gastgeber auf der Expedition in Küche und Bar ein paar Probleme wälzte. Bleibenden Eindruck dürfte sie auch bei den Nachbarn hinterlassen haben, dämpfte doch selbst ein Knebel ihre Lautäußerungen im Spiel nur unwesentlich. Fazit: Rundherum zufriedenstellend und auf jeden Fall der Wiederholung wert, dort oder an anderem Ort.
Ach ja – seit dem Wochenende bin ich stolzer Besitzer eines Edelstahlrings, der künftige Flugstunden deutlich erleichtert.

Es gibt noch andere Laster außer Seilen

Viel Vergnügen beim ersten Flug.
Wieder mal zu viel gegessen, zu wenig geschlafen und zwischendrin ein paar Knoten und ein paar Bilder gemacht: Das Treffen ist trotz Überraschungsgast etwas kleiner ausgefallen als ursprünglich geplant, nichtsdestoweniger jedoch höchst unterhaltsam. Da ich schon einen Tag früher Besuch von einer so willigen wie neugierigen Begünstigten hatte, ging es mit Anlauf ins Wochenende und dort dann ungebremst weiter. Ausführlicher Bericht inklusive Foodporn-Bildern aus dem Koch- und Knotenstudio folgt, sobald ich das leichte Schlafdefizit aufgeholt und aus den Fotos ein paar ausgesucht habe.
Da denkt man, heftiger wird’s nicht mehr, und prompt gibt es noch ein Sahnehäubchen drauf.
Ausgerechnet jemand, der vor gar nicht langer Zeit gemeint hat, ich könne Worte zur Waffe machen, hat mir gezeigt, wie das wirklich geht. Mit ein paar Sätzen bin ich so tiefschwarz gemalt, dass jegliche Replik nach Rechtfertigung und fauler Ausrede klingt.
* The Jester um 00:59 * Labels: Interna, Machtverhältnisse, Spuren
Kaum rückt das gepflegte Treffen in greifbare Nähe, schleicht sich Mr. Murphy an und versucht, Sand ins Getriebe zu streuen. Ein lange erhofftes Wiedersehen in diesem Zusammenhang stand kurzfristig auf der Kippe. Hier konnte ich zum Glück Murphy ein Bein stellen, und eine zweite Hürde auf dem Weg bekomme ich auch noch abgebaut. Andere Beteiligte kümmern sich derweil um die übrigen Unebenheiten. Aber müssen diese interessanten Ereignisse immer so überraschend und geballt kommen?