Donnerstag, 8. Oktober 2009

Für ein paar Bilder mehr

Schnappschuss mit Fesseln

Der kleine Ausflug nach Norden hat sich beiderseits gelohnt und zeigte wieder einmal, dass jedes Treffen seine eigene Atmosphäre hat. Bondage stand diesmal nicht im Vordergrund, doch auch dazu ergab sich die Gelegenheit. Dass äußere Einflüsse manchen ursprünglichen Plan umwarfen, hatte im Nachhinein betrachtet sein Gutes: Beim improvisierten Shooting unter beengten Verhältnissen entstanden einige der spannendsten Bilder, die ich in letzter Zeit gemacht habe.

Nach längerer Anfahrt war ich am Nachmittag bei der interessierten Dame eingetroffen. Im Anschluss an das gemeinsame Verfrachten von Ausrüstung und Zubehör ins oberste Stockwerk haben wir uns erst einmal über Kaffee beschnuppert und unsere Vorstellungen diskutiert. Ich habe die Wunsch-Outfits meiner Gastgeberin und weitere potenziell fototaugliche Stücke aus deren Kleiderschrank begutachtet und im Gegenzug die Instrumente gezeigt. Dann schoss ich schon die ersten Probeaufnahmen, während die Dame und ihre Mitbewohnerin ein paar Seile und Armreifen anprobierten. Wenig später ging es dann ernsthaft zur Sache mit einer bunten Mischung aus Portraits, romantischen Bildern und Fotos in Kostümen und Bondage.

Hier entstanden einige Reminiszenzen an „Secretary“ und John Willie mit der Dame im Business-Outfit aus weißer Bluse, kurzem Rock, dunklen Halterlosen und Lackpumps sowie Accessoires von Aktenordner und Hornbrille bis zur Gerte oder sich in Ketten auf dem tiefroten Teppich räkelnd. Klassische Klaw-Motive im Hinterkopf, machte ich auch einige DiD-Bilder mit der Dame in schwarzer Wäsche und weißem Seil. Mit Umdekorieren in der Wohnung, Schminken, Umziehen und Unterhaltung dazwischen war der Tag erst nachts um zwei zu Ende.

Dennoch waren wir am nächsten Morgen schon wieder früh zugange. Das Wetter war so schlecht, dass das geplante Außenshooting ins Wasser fiel, auch wenn wir ein paar geeignete Orte auskundschafteten. Dafür machte ich in der Wohnung jede Menge Aufnahmen der Dame im Asia-Outfit ohne und mit Hanfseil, für ihren Freund ein paar Kajira-Bilder und ein Überraschungsmotiv, dann sowohl verspielte als auch dramatische Fotos, nachdem sich meine Gastgeberin in ein Goth-Outfit mit Plateaustiefeln, Tüllrock und lila Korsett geworfen hatte. Erschöpft vom Marathon am Vortag brachen wir diesmal etwas früher ab.

Am Montag klarte das Wetter endlich etwas auf. Deshalb schlüpfte die Dame ins Mittelalterkleid, ich packte den Fotorucksack um, und wir zogen hinaus in ein benachbartes Grüngebiet. Da hier die Kulisse allerdings wenig berauschend war, fuhren wir kurzentschlossen in den nahegelegenen Schlosspark. Dort entstanden in einer Allee hinter dem Schloss und in einem Waldstück noch einige interessante Bilder, bevor einsetzender Regen und die fortgeschrittene Zeit uns zum Abbruch zwangen.

Fazit des verlängerten Wochenendes: Ein bunt gemischtes Portfolio – die geplante Handvoll Bilder wuchs auf mehr als tausend Stück. Die Dame ist nicht unbedingt Bondage-Fan geworden, dazu spielt sie einschlägig zu sehr in eine andere Richtung. Doch sie ist durchaus interessiert am Thema und freut sich auf eine Fortsetzung. Als Nebeneffekt hat sie einen neuen Blick auf sich selbst gewonnen, das Hadern mit dem eigenen Aussehen etwas entschärft, die Angst vor etwas dramatischerem Make-Up verloren und ist in diese Richtung experimentierfreudiger geworden.

Samstag, 3. Oktober 2009

Für eine Handvoll Bilder

Der Narr reitet wieder: Heute bin ich unterwegs gen Norden, den Wagen bis unters Dach beladen mit Licht und Zubehör für ein langes und fruchtbringendes Wochenende. Das neulich verschobene Treffen findet definitiv statt, das Wetter passt für Aktionen unter freiem Himmel, und die Dame hat Zeit und Ideen für interessante Fotos. Mein Gegenüber ist in einschlägigen Dingen noch dabei, seinen Weg zu erkunden, deshalb bleibt der schwarze Hut heute zuhause. Ich nehme den hellgrauen. ;-)

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Schon wieder England

Trotz seines Rufs als Heimat des Kink (Englische Erziehung, anyone?) hat England zunehmend Probleme damit, wenn es um etwas jenseits des Gewohnten ausgelebte Sexualität geht, und auch sonst Tendenzen zum alles überwachenden und regulierenden Nanny State. Neuestes Beispiel: Der Fliesenhersteller Bisazza hat eine Anzeigenkampagne mit Bildern des renommierten Fotografen Nobuyoshi Araki gestaltet, die seit Monaten in Lifestyle- und Design-Zeitschriften in Europa, den USA und Australien läuft. Die Motive (Achtung, Flashhölle und dummer Begleittext, fraglich, wie lange dort sichtbar) sind typisch Araki, und natürlich sind die Frauen, die dort auf den Fliesen drapiert sind, nicht nur im Geisha-Outfit zu sehen, sondern zuweilen auch mit Hanfseil im traditionellen Stil verschnürt.

Die Darstellung ist zurückhaltend und durchaus massentauglich; das Shibari ist sehr reduziert, und nackte Haut ist maximal bis zum Oberschenkel zu sehen. Dennoch fühlten sich einige Leute auf den Schlips getreten: Nach sechs Beschwerden hat die Advertising Standards Authority (ASA), die Selbstkontrolle der britischen Werbeindustrie, die weitere Nutzung der Anzeige verboten. Begründung: Trotz der hochgradig stilisierten Darstellung ließen sich die Abbildungen so interpretieren, als ob sexuelle Gewalt stattgefunden hätte oder bevorstehe:

„Notwithstanding the highly stylised nature of the ads, we considered the creative treatment could be seen to imply that sexual violence had taken place or was about to take place,“

Via Violet Blue, die auch ein paar Anzeigenmotive zeigt.

Freitag, 25. September 2009

Alles bleibt anders

Murphy mal wieder: Das kurzfristig anberaumte Treffen hat sich wegen dringender Verpflichtungen ebenso kurzfristig zerschlagen. Wir peilen mal das nächste Wochenende an, vorausgesetzt, wir bringen das mit anderen Terminen davor und danach auf die Reihe. Wäre ja auch zu einfach, wenn es mal reibungslos klappen würde.

Donnerstag, 24. September 2009

Ad hoc

Das vor kurzem diskutierte Fototreffen hat sich kurzfristig konkretisiert: Am Wochenende geht es wieder auf die Piste, mit Ausrüstung im Kofferraum und Ideen im Kopf. Geplant sind nicht nur einschlägige Bilder, aber eben auch. Da die betreffende Dame diesbezüglich Novizin ist, kann es durchaus auch ein Mini-Workshop werden. Wird spannend.

Mittwoch, 23. September 2009

Was fürs Herz …

… wäre mal wieder schön.

Dienstag, 22. September 2009

Weichere Gangart, bitte!

Das neue Anti-Amok-T-Shirt aus dem Titanic-Shop eignet sich auch für empfindlichere Subs, die potenzielle Spielpartner vorwarnen wollen.