Dienstag, 8. September 2009

Wochenend statt Sonnenschein

Klassische Pose

Wie befürchtet, ist das Outdoor-Shooting am vergangenen Samstag an den Witterungsbedingungen gescheitert. Zwar hatte es aufgehört zu regnen, und die eine Location war sogar erstaunlich trocken. Die Sonne wagte sich jedoch erst spät am Nachmittag heraus, und so war es draußen einfach zu kalt für ausgedehnte Fotoserien mit einer eher luftig gekleideten Begünstigten. Also griff Plan B, und wir haben stattdessen Bilder im Studio gemacht.

Natürlich war wieder einmal die Zeit zu kurz für alles, dennoch haben wir ein paar sehr interessante Fotos zusammengebracht und uns dabei blendend unterhalten. Die Begünstigte und ihr Mann sind für jeden Unfug zu haben, und so sind ein paar Bilder entstanden, die gängige BDSM-Klischees auf den Arm nehmen. Aufgrund der Erkennbarkeit der Abgebildeten gibt es die an weniger öffentlicher Stelle zu sehen.

Am Abend ging es dann zu einer einschlägigen Party. Ernüchtert von früheren Erfahrungen, war ich positiv überrascht: Erfreuliches Ambiente, gute Musik von Jazz und Swing bis Peter Fox und Iggy Pop, sehr entspannte Gäste, keine auffälligen Glotzer und pfauenradschlagenden Selbstdarsteller, die nur hochoffiziell spielen, wenn auch wirklich alle gucken, dafür quer durch Altersstufen, Spielarten und Geschlechter ein vielfältiger und schillernder Kreis. Leider war ich mangels ausreichend Schlaf in den Nächten zuvor nicht ganz so fit, wie ich wollte – aber der nächste Termin ist schon mal vorgemerkt.

Zwiespältige Gefühle hat bei mir allerdings einer der eingeladenen Künstler hinterlassen. Er hängte seine Begleiterin – halb Spiel, halb Vorführung, so schien es – zu fortgeschrittener Stunde an einen Haken. Technisch sauberes Shibari, schnell durchgeführt. Doch dann begann er die wohlverschnürt baumelnde Dame herumzudrehen und ausgreifend zu schaukeln, direkt neben dem Durchgang von einem Raum zum anderen, während ständig Leute mit brennenden Zigaretten oder Gläsern in den Händen vorbeikamen. Es blieb nicht bei Beinahekollisionen, passiert ist zum Glück nichts. Jeder spielt anders; mir wäre unwohl, ließe ich eine Begünstigte unter solchen Umständen so fliegen.

Freitag, 4. September 2009

Überraschung! Überraschung!

Alles bleibt anders: Heftige Niederschläge drohen das geplante Outdoor-Shooting davon zu spülen, zumal die Hauptbegünstigte eine gewisse Kälteempfindlichkeit signalisiert hat. Wir treffen uns dennoch, entscheiden ad hoc, was wir machen, und verlegen schlimmstenfalls die Veranstaltung nach drinnen. Mal sehen, was aus der Entführungsgeschichte wird.

Derweil kündigt sich eine andere Fotogelegenheit aus einer unerwarteten Ecke an. Eine Dame, der ich schon vor längerer Zeit meine Dienste angetragen habe, hat gestern diesbezüglich angefragt. Angedacht sind unterschiedlichste Motive, nicht nur, doch durchaus auch einschlägiger Art. Ideen haben wir jenseits von Mitternacht noch durchgehechelt, und heute Morgen kamen mir noch ein paar Einfälle, die sich hoffentlich an Ort und Stelle umsetzen lassen. Licht! Schatten! Drama!

Donnerstag, 3. September 2009

Shooting on Location

Wenn alles klappt, werde ich am Wochenende dank eines überraschenden Angebots wieder einmal einschlägige Bilder machen. Geplant sind Fotos in freier Wildbahn, je nach Lust, Laune und Wetterlage an bekannten und unbekannten Orten. Die Beteiligten sind zu mancher Schandtat bereit, einige Ideen haben wir schon gesammelt.

Missverständnis

Ein kleiner Insider für Zwischendurch: So kann’s gehen, wenn man Szenen und Begrifflichkeiten noch nicht so ganz verinnerlicht und keine Antenne für CYA-Euphemismen des gemeinen Ebay-Verkäufers hat.

Sonntag, 30. August 2009

Haariges Thema

Bevor ich es noch vergesse: Andrea Diener betrachtet unter dem Titel Kahlschlag am Körper: Der Rasierer Körperbehaarung, deren Entfernung und die kulturellen Konnotate und Konsequenzen dieser Handlung, samt Verweis auf das passende Bild und interessanten Ergänzungen in den Kommentaren. In der Szene war Haarlosigkeit gewissermaßen Standard, bevor sie zum allgemeinen Trend wurde, zugleich gab und gibt es Liebhaber ausgeprägter Körperbehaarung beiderlei Geschlechts.

Ästhetische Aspekte, praktische – die Gründe, die Verfechter der Totalrasur anführen, sind vielfältig. Unabhängig davon: In einer Session lässt sich die Rasur ja auch sehr gut einsetzen, Edge Play unter verschärften Bedingungen. Allein die Frage bleibt: Müssen heute alle Haare weg, ist es ansonsten zu viel schreckliche, unzivilisierte Natur?

Montag, 17. August 2009

Erhöhter Frustfaktor

Gerade beruflich wie privat interessante Zeiten. Und nicht einmal Kleinigkeiten wie die eine oder andere Auslieferung klappen. Kurze Zündschnur, nicht sehr stabil. Urlaubsreif.

Dienstag, 4. August 2009

Kleiner Teaser

Ein schon länger vor sich hin köchelndes Projekt nimmt langsam Gestalt an. Einschlägig natürlich, Seile kommen vor, Bilder auch, dazu bringe ich ein paar Fähigkeiten ein, die nur höchst mittelbar mit Bondage und BDSM zu tun haben. Wenn das Ganze so abhebt wie erhofft, wird es höchst interessant. Auch wenn „Synergie“ mittlerweile zum Bullshit-Bingo-Buzzword verkommen ist: Hier könnte sie sich tatsächlich ergeben.