Samstag, 21. Februar 2009

Faschingsfolter

Die in diesem Fall nicht unbedingt Begünstigte einfach auf einem Stuhl festbinden und für die Übertragung des Rosenmontagszuges vor den Fernseher setzen. Dabei natürlich sicherstellen, dass sie die Augen aufhalten muss, und einen wirksamen Knebel, um nicht die Nachbarn mit gequälten Schreien zu verstören.

Samstag, 14. Februar 2009

Positionsbestimmung – jetzt interaktiv

Die bereits erwähnte Karte der menschlichen Sexualität ist um eine Facette reicher geworden: SymToys hat eine interaktive Version der Karte von Franklin Veaux ins Netz gestellt. Hier lassen sich mit verschiedenfarbigen Pins die Gebiete abstecken, die man schon erkundet hat, und jene, in die man eine Expedition wagen möchte. Das Ergebnis lässt sich speichern und als Link in die eigene Website oder in ein Profil einbinden, wenn man denn so viel preisgeben will.

Freitag, 13. Februar 2009

Fetisch-Mode für Trekkies

EveningArwens Star-Trek-KorsettNein, nicht Seven of Nines Catsuit oder T'Pols Samtoverall. EveningArwen hat sich von Star Trek TNG inspirieren lassen und ein Korsett im Farbschema der Borduniformen geschneidert. Laut Beschreibung ist es ein echtes Korsett mit Stahlversteifungen, die allerdings im Futter versteckt sind. Das Korsett ist für 200 Dollar in allen auf der Enterprise üblichen Farben erhältlich. Zumindest Freunde der ersten Serie dürften aus Sicherheitsgründen wohl kein rotes Exemplar wählen.

And now for something completely different.

Sonntag, 1. Februar 2009

Haben-Will-Lektüre

Cover The Beauty of KinbakuSchon wieder etwas für die Wunschliste: Unter dem Titel „The Beauty of Kinbaku“ hat Master „K“ sein Wissen über japanische Bondage zusammengefasst, basierend auf mehr als 30 Jahren Shibari-Praxis und vierjähriger Recherche. Das Buch könnte aufgrund seines umfassenden Ansatzes zur Bibel für alle einschlägig Interessierten werden, getreu des Werbespruchs: „Alles, was Sie schon immer über japanische erotische Fesselung wissen wollten, als Ihnen schlagartig klar wurde, dass Sie kein Japanisch sprechen.“

„The Beauty of Kinbaku“ zeichnet die Entwicklungsgeschichte des Shibari von seinen Anfängen als Kampfkunst, Polizei- und Foltertechnik bis zum erotischen Zeitvertreib und ästhetischen Konzept nach. Ein biographischer Abschnitt widmet sich Personen, die als Nawashis oder Illustratoren das moderne Shibari maßgeblich geformt haben. Seine eigenen Fertigkeiten ebenso wie die einiger Mitstreiter aus aller Welt präsentiert Master „K“ im umfangreichen Farbbildteil des Buches. An Anwender richten sich das Glossar, das alle gängigen Positionen erläutert, und ein Anleitungsteil, der die wichtigsten Basisfiguren Schritt für Schritt erklärt. Eine Bibliographie zu Praxis und Geschichte des Shibari rundet das Buch ab.

Die How-To-Bilder sind, soweit ich das aus der Website zum Buch sehe, eher nutzwertorientiert, wenn auch nicht so gruselig wie in Grimmes Bondage-Handbuch. Dafür rechtfertigen die großformatigen Farbfotos allein schon fast die Anschaffung (Beispielgalerie auf der Website, leider auf Windows Media Player ausgelegt).

Aktuell ist das Buch nur direkt über die Website zu ordern und kostet stolze 90 Dollar. Dazu kämen dann noch Versand, Zoll und Steuern – und dass als Bezahlmöglichkeit nur Paypal angeboten wird, ist für mich eher ein Grund, dort nicht zu bestellen. Falls jemand eine Bezugsquelle in Europa kennt: Bitte melden!

Samstag, 31. Januar 2009

Nachtgedanken

Müdigkeit und Einsamkeit sind auch bei einem guten Wein keine angenehmen Gesellschafter.

Sonntag, 25. Januar 2009

Unter Hochspannung

Vor kurzem habe ich ein verlängertes Wochenende für ein einschlägiges Treffen eingelegt und dabei einiges neues Spielzeug eingekauft, viel gegessen, viele Katzenbilder gemacht und die Dame des Hauses unter Strom gesetzt. *veg* Es hat allen Spaß gemacht, sogar den Katzen, die jedes Mal gemeint haben, wir würden die Seile nur für sie auspacken. Ich habe jedenfalls wieder einmal neue Erfahrungen für und über mich mit nach Hause genommen.

Natürlich habe ich die Gelegenheit genutzt, das neue Seil ein wenig weichzuspielen. Obwohl ich diverse bewährte Utensilien eingepackt hatte, habe ich an Ort und Stelle außerdem noch paar neue Spielsachen gekauft und dann im Rahmen des Wochenendes gleich getestet.

Absolut kein Fehlkauf war den ersten Praxistests zufolge der MagicWand-Nachfolger. Der kann anscheinend nur von SMern verwendet werden, weil ohne Fesseln und Knebel Gefahr für Leib und Leben des Gegenübers und die Trommelfelle der Nachbarn besteht. ;-) Da die Begünstigte kein großer Knebelfan ist, war es ganz praktisch, dass ich unter anderem einen tragefreundlichen Kissenknebel gekauft hatte. Obwohl der an den Tagen die erste Wahl war, kam dennoch auch das anderweitig besorgte Knebelgeschirr zum Einsatz.

Spannend im doppelten Wortsinn war der erste Test meines TENS-Gerätes unter Ernstfallbedingungen. Das lag schon ein gutes Dreivierteljahr bei mir herum, ohne auch nur einmal im Guten wie im Bösen eingesetzt worden zu sein. Die Stromschläge, die das Gerät zur Muskel- und Nervenstimulation aussendet, lassen sich ja nicht nur medizinisch, sondern auch just for fun einsetzen. Die Spanne reicht von sanftem Prickeln über wohltuende Massage bis zu bösem Zwiebeln, wenn man ganz aufdreht.

Je nachdem, wo man die Elektroden anlegt, kann das recht fies sein. Angetestet habe ich es auf dem Hinterteil meiner Gastgeberin. Da erwies es sich je nach eingestelltem Programm sogar als recht passabler Gertenersatz, praktisch für faule Doms. ;-) Mit den Elektroden auf den Fußsohlen strahlt es auf den Körper aus. Versuchsweise habe ich die Elektroden auch einmal an empfindlicheren Stellen angesetzt, da wird es schnell ziemlich heftig.
(Disclaimer: Ja, ich weiß um die Risiken und habe mich u. a. bei Uncle Abdul kundig gemacht.)

Wesentlich dramatischer und nachhaltiger als das TENS-Gerät empfand meine Spielpartnerin allerdings den bereits erwähnten MagicVibrator. Dazu hatte ich die Dame gut am Bett fixiert, den Vibrator so befestigt, dass sie ihm nicht entkommen konnte, und dann lange auf höchster Stufe laufen lassen. Mit der Zeit wurde das richtig gemein, sie war hin- und hergerissen zwischen Höhenflug und „nicht mehr auszuhalten“. Und auch wenn ich es als Mann vermutlich nicht nachvollziehen kann: Das Ding muss sich zu einem handelsüblichen Vibrator verhalten wie ein Zehntonner zu einem Trabi.

Interessanterweise habe ich die ganzen Tage kein einziges einschlägiges Bild gemacht. Ich hatte die Kamera schon für entsprechende Fotos dabei, aber dann lieber einfach weitergespielt, statt ein Shooting draus zu machen. Dafür habe ich deutlich SM-lastiger gespielt, als ich es bisher getrieben habe. Ich bin wohl doch dabei, den Dom in mir herauszukitzeln. Dabei habe ich festgestellt, dass ich beim nächsten Mal ruhig weniger zaghaft sein darf, die Begünstigte sah ihre Grenzen jedenfalls bei weitem nicht erreicht.

Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass ich aufpassen muss. Einmal bin ich haarscharf am eigenen Absturz vorbeigeschrammt, weil ich mal – wohl auch, um zu beweisen, dass ich es kann – den harten (ahem…) Dom gegeben habe und mir dabei unwohl wurde. Ich habe dann abgebrochen und eine Verschnaufpause gebraucht.

Insgesamt haben wir in diesen Tagen über viele Dinge unterhalten, und ich habe einiges gelernt über meine Dom-Seite, den Einsatz der mehr oder weniger neuen Spielzeuge, über Dos & Don'ts, Signale sowie Wünsche und den Mut, sie zu äußern.

Mittwoch, 21. Januar 2009

Glatt verpasst

Am 16. Januar war der erste International Fetish Day, geboren aus den Protesten gegen die aktuelle britische Gesetzgebung – die den Schotten übrigens zu lasch ist. Auch wenn ich die Relevanz des Datums erst heute bemerkt habe, habe ich diesen Tag und die folgenden immerhin dem Anlass angemessen verbracht.