Dienstag, 18. September 2007

Blick in die Zukunft

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Am Wochenende ist ein lange erwartetes Treffen mit Bekannten und Unbekannten. Gerade im Licht kürzlich erhaltener Informationen könnte es noch interessanter als erwartet werden, durchaus auch im chinesischen Sinne. Zu hermetisch? Sorry, bisschen für Insider.

Freitag, 14. September 2007

Geht wieder

Kaum gehen drei Wochen ins Land, reagiert Blogger auf die zahlreichen Proteste der Mitglieder wegen der kaputten Kommentarfeeds und stellt wieder Feeds mit Titel zur Verfügung. Klar, technisch hatten die Jungs völlig recht, nach der Atom-Spezifikation ist ein leeres Titel-Tag valide. Es bringt nur leider gar nichts, wenn ausgerechnet dieses Titel-Tag benötigt wird, um einen Link zum jeweiligen Kommentar zu erzeugen.

Cat Content

Welcher Zusammenhang besteht eigentlich zwischen Katzen, Bondage und BDSM? Auffällig viele Bondager umgeben sich mit Katzen, und auch im Profibereich schaffen es viele der Minitiger auf Fotos. Selbst bis zur absoluten Bewegungsunfähigkeit verschnürte Modelle versuchen immer noch, Streicheleinheiten zu verteilen, die die Katzen im vollen Bewusstsein ihrer Position huldvoll entgegennehmen. Suchen sich Katzen ihre Dosenöffner nach entsprechenden Kriterien aus, weil sie so schön mitspielen können, wenn die Seile ausgepackt werden? Oder sehen einschlägig Interessierte in ihnen bepelzte Brüder und Schwestern im Geiste? Das Bonmot „Wenn Katzen das, was sie tun, nicht mit soviel Stil und Eleganz täten, würde man erkennen, was für sadistische kleine Bastarde sie sind.“* ist bei aller Vermenschlichung nicht ohne wahren Kern für die, die sich als dienstbare(r) Sub, Türöffner, Kratzbaum und Ruhekissen ihren Katzen mit Freude unterwerfen und dafür regelmäßig mit der gebotenen Missachtung belohnt werden: „Thousands of years ago, cats were worshipped as gods. Cats have never forgotten this.“

* Update 27.07.2008: Ich bin gerade wieder über die oben aus dem Gedächtnis zitierte und sinngemäß übersetzte Stelle gestoßen: „Beauty. Grace. That's what matters. If cats looked like frogs we'd realize what nasty, cruel little bastards they are. Style. That's what people remember.“ (Terry Pratchett, Lords and Ladies)

Geschafft

Uff! Was für eine Woche. Und ein Liefertermin für die neue Kamera zeichnet sich nach wie vor nicht einmal am Horizont ab. *grummel*

Sonntag, 9. September 2007

Damen in Bedrängnis und anderes Augenfutter

Im kulturellen Mainstream und besonders in dessen weniger respektablen Seitenarmen ist die Faszination für Frauen in Fesseln nichts Neues. Vor allem die Pulp-Magazine spielten seit den 20er Jahren mit geheimen und weniger geheimen Gelüsten. So tummelten sich sehr häufig zumeist eher ent- denn verhüllte Damsels in Distress als Kaufanreiz auf den kreischbunten Titelbildern. Zunächst war die „Good Girl Art“ überwiegend gezeichnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg lösten dagegen vor allem bei den Detective Magazines und True Crime Magazines Fotos nach und nach die alten Illustrationen ab. Die Arbeit der Meese Commission bedeutete Mitte der 80er Jahre das Aus für offenherzige Bondage-Fantasien im normalen Zeitschriftenregal.

Glücklicherweise bietet das WWW manche Gelegenheit für eine Zeitreise. Teri Grey hat auf ihrem virtuellen Dachboden einige Kisten voller einschlägiger Titel – Detective Magazines, Men's Adventure Stories und Comics – gesammelt. Babes in Space kümmert sich um Science Fiction und Fantasy, allerdings ist da der Bondage-Bereich bislang eher dünn besetzt. Die Pulp Morgue ist kunterbunt und mit einigen Sackgassen, birgt aber auch Juwelen wie wohlverschnürte Dschungelgirls im Angesicht angriffslustiger Raubkatzen. Unter dem Titel This Babe Is In Trouble besitzt die Vintage Paperback Gallery eine schöne DiD-Sektion. Stray Thoughts hat eine hin und wieder neu bestückte Galerie als Appetizer für sein Angebot. Klein, aber fein präsentiert sich Kate's Library. Durchaus interessant, aber unübersichtlich und werbeverseucht ist Detective-Magazine.com.

Aus dem Dornröschenschlaf erwacht scheint mittlerweile eine nach WWW-Maßstäben altehrwürdige Institution, Comic Book Bondage Cover of the Day: Online seit 1999, extrem umfangreich und auf jeden Fall einen Besuch wert. Ein wenig abseits davon ist auch Beyond the Groovy Age of Horror empfehlenswert, dass sich mit Pulp & Co. und dessen modernen Nachfahren beschäftigt.

Dienstag, 4. September 2007

Shibari für die Massen

Nachdem ich gestern über Maggie Gyllenhaals neue Bilder gestolpert bin, habe ich in meinem Archiv gekramt. Hin und wieder ist Bondage ja auch für Mainstream-Medien ein Thema, ohne dass das Ganze ins Peinliche abrutscht. So hat NZZ Folio, das Magazin der Neuen Zürcher Zeitung, im Januar dieses Jahres ein Heft zum Thema Schmerz veröffentlicht. Hier schreibt der in Japan lebende Journalist Christoph Neidhart in Seilziehen in Tokio über die Shibari-Szene in der japanischen Hauptstadt. Allerdings kann er sich Seitenhiebe auf Bondage und BDSM im Allgemeinen und Shibari im Besonderen als Modeerscheinung für gelangweilte Europäer nicht verkneifen.

Ein schönes Beispiel nicht-sensationalistischer Berichterstattung über fesselnde Erotik lieferte die Broward-Palm Beach New Times im März. Sie berichtete unter dem Titel Tie Me Up, Nawashi über die wachsende Shibari-Szene im Süden Floridas und speziell über Lochai, Jimi Tatu und das Lifestyle Alternatives Centre.

Montag, 3. September 2007

Secretary revisited

Maggie Gyllenhaal, die Hauptdarstellerin aus Secretary, macht jetzt auch Werbung für schicke Wäsche. Wohl im Anklang an ihre bekannteste Rolle ist sie dabei nicht nur in Seide und Spitze, sondern auch in Bondage zu sehen. Wie die britische Daily Mail üppig bebildert berichtet, ist sie das neue Poster Girl des Unterwäsche-Herstellers Agent Provocateur. Damit folgt sie einer Reihe illustrer Vorgängerinnen, zu denen neben Kylie Minogue und Kate Moss die auch als Bondage- und Fetisch-Modell berühmte Ex-Frau von Marilyn Manson, Dita von Teese, gehört. (Diesmal direkt aus der Blogroll, via violet blue)