Sonntag, 31. August 2008

Wahre Folter

Submission Hot Sauce, Quelle: hotsauceworld.comChili-Fans mögen es ja gerne etwas härter. Der Hersteller der Submission Hot Sauce betreibt gleich Zielgruppenmarketing der besonderen Art. Die mit einschlägigem Bild verzierte Flasche trägt nicht nur ein „ouch!“ am Hals und unter dem Namen den Claim „Gagged, Bound & Blistered“. Das Rückenetikett fordert Käufer heraus:

„This is brutality in a bottle. Step right up if you think you can handle it. This merciless brew will bring you to your knees. Its ruthless heat will enslave your mouth and make you beg for mercy. If you can't take it… you must submit!“.

Eine Angabe der Scoville-Einheiten fehlt, doch scheint die Sauce mit Habanero- und Scotch-Bonnet-Chilis sowie African Capsicum Oleoresin zu den schärferen Vertretern ihrer Art zu gehören. Ein Geschmacksurteil deutet allerdings darauf hin, dass die Verpackung das Interessanteste an der Sauce ist. Was nicht bedeutet, dass sie sich nicht auch für (Tunnel-)Spiele einsetzen ließe.

Update 09.01.2012: Link aktualisiert.

Update 23.08.2014: Weiteren Link aktualisiert.

Donnerstag, 28. August 2008

Glück von der Rolle

Eingedenk wissenschaftlicher Belege und eines sich abzeichnenden Workshops habe ich heute sicherheitshalber erneut beim gelben Seil zugeschlagen. Das passende weiße Seil ist leider gerade nicht vorrätig.

Seile machen immer noch glücklich

Die bereits erwähnte australische Studie hat es in die August-Ausgabe des „Journal of Sexual Medicine“ geschafft. „Demographic and Psychosocial Features of Participants in Bondage and Discipline, ‚Sadomasochism‘ or Dominance and Submission (BDSM): Data from a National Survey“ basiert auf einer von der Universität New South Wales unter 20.000 Australiern durchgeführten Umfrage. Demnach sind die Anhänger von BDSM und Bondage genauso normal wie der Rest der Menschheit und im Zweifelsfall sogar glücklicher, da in sich ruhender und in sexueller Hinsicht selbstbewusster.

Dienstag, 26. August 2008

Unglaublich

Dass eine unbedachte Bemerkung einen nach all der Zeit immer noch so erschüttern kann.

Samstag, 23. August 2008

Der fröhliche Heimwerker

Heute habe ich die durch den geplatzten Termin gewonnene Zeit produktiv genutzt. Ich habe mir im Baumarkt ein paar Quadratmeter weiß beschichtete Hartfaserplatte besorgt, dazu Leisten und Klavierband. Daraus habe ich mir zwei Klapp-Paravents gebaut, die ich im Studio wahlweise als Abschirmungen oder Zusatzreflektoren für die Blitze nutzen kann. Und weil es gerade vorrätig war, habe ich auch gleich noch eine Spule von dem gelben Seil mitgenommen.

Donnerstag, 21. August 2008

Murphy schläft nicht

Unverhofft kommt oft: Vorhin hat sich ein schon länger geplanter Fototermin am Wochenende in Rauch aufgelöst. Vergeblich Verpflichtungen jongliert. Oder hat vielleicht eine Freiwillige Zeit und Lust auf Verwicklungen?

Dienstag, 19. August 2008

Koch- und Knotenstudio

Das Wochenende war lang, unterhaltsam und in mehr als einer Hinsicht von erheblichem Nährwert. Speziell der Knotenkunde-Workshop zeitigte ob einiger Überraschungsgäste unerwartete Weiterungen einschließlich eines spontanen Jungfernflugs.

Die seit längerem ausgesprochene Einladung zum Krautwickel-Essen wuchs sich zum lukullischen Marathon mit Sauerbraten, Parmaschinken und Schafskäse, italienischem Wein und schottischem Whisky aus. Dennoch fand sich in den vier Tagen genug Zeit, nicht nur Krautrouladen zu wickeln. Die seil- und knotentechnischen Übungen am lebenden Objekt fanden auch jenseits der Linse statt, dennoch sind wieder einmal einige hundert Bilder entstanden. Dabei standen nicht allein die Gastgeberin und ihr Freund Modell.

Am Sonntagnachmittag schneite die Freundin des ältesten Sohnes der Gastgeberin herein, und angesichts des aufgebauten Fotostudios – die einschlägigen Spielsachen waren weitgehend verräumt – wollte der Nachwuchs die Gelegenheit zu romantischen Bildern nutzen. Dabei blieb es dann allerdings nicht. Das junge Paar hat selbst schon ein wenig mit Bondage experimentiert und weiß recht gut über Mamas Vorlieben Bescheid. Die war ja schließlich aus den richtigen Gründen entsetzt, als sie eines Tages Blechhandschellen bei ihrem Sohnemann entdeckte. Prompt verehrte sie ihm bei nächster Gelegenheit vernünftige Armreifen, damit beim Spielen nichts schief geht.

Die junge Dame wollte dann auch einmal eine Seilbondage ausprobieren. Den Anfang machte ein Karada, nach dem Verankern der Hände um einen Shinju ergänzt. Dann entwickelte sich das Ganze zu einem recht heftigen Hogtie. Die unverhofft Begünstigte fand das sehr spannend und unterhaltsam, auch wenn sie merkte, dass sich so verschnürt nur schlecht ausweichen lässt – und sie ist sehr kitzlig. Als ich sie schließlich für eine andere Fotoperspektive herumgehoben habe, wünschte sie sich, richtig zu fliegen.

So einen Wunsch konnte ich schlecht abschlagen. Der Flaschenzug lag noch herum, und die Dame des Hauses hat einen sehr schönen Haken im Giebelbalken des Wohnzimmers. Also habe ich das Mädchen mit Unterstützung ihres Freundes hochgezogen, sehr zu ihrem Amüsement. Am Tag darauf meinte sie dann noch, als nächstes wolle sie Folie ausprobieren. Die fertigen Bilder hat sie auch ihrer Mutter gezeigt, die fand sie ebenfalls „cool“. Wenn das so weitergeht, kann die Gastgeberin bei einem eventuellen nächsten Treffen gleich ein Karussell unter die Decke bauen.

Stilleben mit Klatsche
Stilleben mit Klatsche: Das kleine Schwarze im Vordergrund ist ja laut Tchibo gegen Fliegen gedacht. Nur hat das niemand in meinem Bekanntenkreis geglaubt, der das Ding im Laden gesehen hat.

Der Wein zur Session
Der Wein hat es in sich, auch wenn die Domina ganz harmlos ist.

Krautwickel im Topf
Die Krautwickel gab es nicht nur deshalb, weil sie zum Kochen so schön verschnürt werden.

Lecker Essen
Sie sind schlicht sehr lecker.

S & W M300
Für die Bilder habe ich auch wieder einmal die seltener genutzten Teile der Spielwarensammlung ausgepackt.

Karada
Aus dem anfänglichen Karada erwuchsen schnell umfangreichere Verwicklungen.

Hogtie
Der Hogtie war heftig, aber bei weitem noch nicht das Ende der Fahnenstange.