Freitag, 25. September 2009

Alles bleibt anders

Murphy mal wieder: Das kurzfristig anberaumte Treffen hat sich wegen dringender Verpflichtungen ebenso kurzfristig zerschlagen. Wir peilen mal das nächste Wochenende an, vorausgesetzt, wir bringen das mit anderen Terminen davor und danach auf die Reihe. Wäre ja auch zu einfach, wenn es mal reibungslos klappen würde.

Donnerstag, 24. September 2009

Ad hoc

Das vor kurzem diskutierte Fototreffen hat sich kurzfristig konkretisiert: Am Wochenende geht es wieder auf die Piste, mit Ausrüstung im Kofferraum und Ideen im Kopf. Geplant sind nicht nur einschlägige Bilder, aber eben auch. Da die betreffende Dame diesbezüglich Novizin ist, kann es durchaus auch ein Mini-Workshop werden. Wird spannend.

Mittwoch, 23. September 2009

Was fürs Herz …

… wäre mal wieder schön.

Dienstag, 22. September 2009

Weichere Gangart, bitte!

Das neue Anti-Amok-T-Shirt aus dem Titanic-Shop eignet sich auch für empfindlichere Subs, die potenzielle Spielpartner vorwarnen wollen.

Montag, 21. September 2009

Schöner Tag

Die Sonne schien, ich hatte Zeit, und eine experimentierfreudige Dame auch. Also: Raus in die Natur, mit Kamera, Seil und anderem Zubehör. Wir hatten uns vorgenommen, einige von mir erkundete Orte für Fotos zu nutzen. Was neulich witterungsbedingt nicht geklappt hatte, lief diesmal wunderbar.

Den Anfang machte ein Shooting in einer nicht weit entfernten Burgruine. Einziges Problem hier war der Aufstieg mit Ausrüstung und Requisiten, der mich als untrainierten Schreibtischtäter mal wieder ins Schwitzen und außer Puste brachte. Ansonsten: Grandiose Aussicht, schöne Kulisse, und kein Mensch weit und breit. Also die Dame erst ins Mittelalterhemd geworfen, dann ins Hanfsseil gewickelt und dekorativ laufend, stehend und kniend im Tordurchgang sowie anschließend halb liegend über Mauerreste drapiert. Das passende Tuch hatte ich leider im Auto vergessen, also bekam die Begünstigte ein ökologisch einwandfreies Beißholz aus einem an Ort und Stelle abgesägten und zurechtgeschnitzten Aststück, befestigt mit weiterem Hanfseil.

Ein Aussichtspunkt mit Bank regte uns zu den nächsten Motiven an. Zunächst durfte die Dame auf der Bank Platz nehmen und die Landschaft bewundern. Diverse Seile und ein Ballknebel halfen dabei bei der Konzentration auf die Umgebung. Anschließend kam die klassische Picknickdecke zu Ehren, mit der Begünstigten darauf appetitlich im Hogtie angerichtet. Dabei bestätigt, dass die Dame immer noch kitzlig ist, außerdem dank Selbstauslöser ein paar Mal mit auf dem Bild und in Aktion festgehalten.

Für den Abschluss der Fotoserie auf der Ruine hatte ich den Querbalken in einem der beiden erhaltenen Torbögen ins Auge gefasst. Die Dame nahm die Herausforderung an und gestattete es, sie weitgehend unbekleidet mit über den Kopf ausgestreckten Armen fixiert abzulichten. Schöne Bilder, schönes Lächeln.

Nach einer verspäteten Mittagspause im Eiscafé ging es zum nächsten Ort. Die alte Brücke war eine ideale Kulisse für dramatische „Damsel in Distress“-Fotos. Nach dem Einrichten des Lichts blieb oben auf der Brücke nur wenig Zeit für ein paar Bilder der Dame auf der Flucht (in Ketten, natürlich), bevor uns Regen nach unten in den Brückendurchgang trieb. Hier setzten wir die Serie fort, die Dame durfte abermals vor Bösewichten flüchten, diesmal mit Klebeband verschnürt statt in Ketten geschlossen. Bei diese Gelegenheit kam es zum einzigen Kontakt mit Zivilisten in Form eines Joggers.

Entweder war dieser zu tief in seinem Trainingsrhythmus, oder die alte Regel gilt noch immer: Ab einer gewissen Kameragröße und mit genügend verstreuten Ausrüstungsteilen sieht es nach Arbeit aus, und als sei man mit Fug und Recht am Werk – da will dann keiner stören. Ich glaube jedenfalls nicht, dass meine Abschirmung der Dame, obschon recht nah, das leuchtend rote Klebeband auf schwarzer Kleidung und den gleichfarbigen Tapeknebel wirklich vor neugierigen Blicken verborgen hat.

Letzter offizieller Halt an diesem Tag war die schon länger als potenzielle Kulisse angedachte Höhle. Das zu diesem Zeitpunkt rapide schwindende Tageslicht machte den Blitzeinsatz unabdingbar und sorgte so für eine ganz andere Lichtstimmung als ursprünglich beabsichtigt. Spannende Bilder gab es trotzdem, erst die Begünstigte als wohlverschnürtes Entführungsopfer im Hauptraum der Höhle, dann in hartem Licht Richtung Ausgang hüpfend. Hätte die Zeit nicht gedrängt, und hätte die Dame nicht morgen arbeiten müssen, hätten wir wohl beide fortgesetzt – Ideen gab es genug. Ein andermal dann.

Sonntag, 20. September 2009

Partynotizen

Gestern war ich wieder auf einer einschlägigen Party, mehr Tanz- als Spielparty, sehr unterhaltsam. Die Musikauswahl war diesmal allerdings weniger nach meinem Geschmack als beim letzten Mal. Zu fortgeschrittener Stunde war mir der Rammstein-Anteil – inklusive des neuen „Pussy“ samt Video, strunzdumm und grottenschlecht &ndash eindeutig zu hoch. Einige interessante Outfits bis hin zu einem gefallenen Engel mit großer Flügelspannweite. Dabei ob der teils sparsamen Kostüme auffällig der Anteil der extrem schlanken Frauen. Nicht wenigen möchte man eigentlich erst mal was zu Essen hinstellen, weil sie aussehen, als könnte man sie mit bloßen Händen mittendurch brechen, wenn man nicht aufpasst. Spannende Fotos in der begleitenden Ausstellung, in eindrucksvoller Größe präsentiert.

Kleines Pausenspiel der Begleiter: Die beiden Damen hatten von Ihren Partnern Raucherlaubnis erhalten, allerdings nur mit Auflagen. Diejenige, die rauchen durfte, trug dabei Augenbinde und hatte die Hände auf den Rücken gefesselt. Die jeweils andere durfte Feuer geben, die Zigarette halten etc. Knebel und Handfesseln vorne sorgten dabei für ein gewisses Handicap der Assistentin und machten die Kommunikation etwas schwieriger.

Samstag, 19. September 2009

Alle Mann an Deck!

Diesmal aber rechtzeitig: Heute ist Talk Like A Pirate Day, auch für Landratten – wer sich nicht auskennt, soll üben und nochmal üben. Papageien und Holzbeine sind optional, die Augenklappe darf gerne auch in doppelter Ausfertigung an eine(n) Begünstigte(n) nach Wahl abgegeben werden. Ansonsten laden Enterhaken, Wanten, Belegnägel, Klampen und Tauwerk zu einschlägigen Vergnügungen ein. Rum für mich, die Katze für Begünstigte.

Anmerkung am Rande, da das Thema gerade doppelt nahe liegt: Ein paar Steuermänner der deutschen Piraten haben gerade das Ruder so hart steuerbord gelegt, dass die Brigg zu kentern droht, und halten fröhlich auf die Klippen zu. Avast! Klar zur Halse!

Und nun zurück zum regulären Programm.

Sonntag, 13. September 2009

Uniformen und Empörung

Auf der Party am vergangenen Wochenende lief auch ein interessantes Trio auf: Die Dame von der Frisur bis zu den Schuhen im mit viel Liebe zum Detail gestalteten 40er-Jahre-Look, ihre beiden Begleiter in dunklen Uniformen, deren historische Inspiration erkennbar war, und alle drei spielten ihre Rollen.

Das Setting war klar, die Epoche auch, doch wohlgemerkt: Die beiden Herren trugen letztlich Fantasieuniformen, verziert mit Accessoires unterschiedlichster Epochen und Armeen und eben nicht mit authentischen Hoheits- und Rangabzeichen der Wehrmacht oder gar der SS. Ihr Auftreten entsprach zudem mehr Hollywood-Konventionen denn historischer Genauigkeit, und den ganzen Abend hindurch entstand definitiv nicht der Eindruck, dass da Neonazis eine Party für die Zurschaustellung ihrer Gesinnung nutzten.

Einem anderen Gast war das offensichtlich dennoch zu ungemütlich – er meinte SS-Totenkopfabzeichen auf den Mützen gesehen zu haben und startete im Nachklang der Party einen Beschwerdethread, wo er nachdrücklich auf der Nazis-Raus-Schiene fuhr, auch wenn die Ziele des Zorns gar keine Nazis sind, sondern in seinen Augen so aussahen.

Angesichts des Images, das die BDSM-Szene in der Öffentlichkeit vielfach noch hat, ist es verständlich, dass jemand in Sachen Außenwirkung nicht auch noch mit Massenmördern und deren Helfershelfern in einen Topf geworfen werden will. Wenn aber Godwins Gesetz schon den Ausgangspunkt bildet, ist eine Debatte eher schwer zu führen. Abgesehen davon, dass ein Totenkopf eben nicht zu den verbotenen Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gehört, weil er nicht auf die SS beschränkt war und seine Verwendung als Uniformemblem eine wesentlich längere Geschichte hat: Es kommt auch immer auf den Kontext an.

Würde ich eine Party in einer Südstaaten-Uniform besuchen, dann nicht nur des Schnittes und der bunten Biesen wegen, sondern auch, weil der Subtext „Sklavenhalter“ zum Anlass passt. Und das, obwohl ich Sklaverei als reales Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell nicht für erstrebenswert halte. Jedoch würde ich es reichlich bedenklich finden, wenn ein Arbeitskollege im Alltag mit „Meine Ehre heißt Treue“ auf der Gürtelschnalle oder anderen NS-Devotionalien auflaufen würde.

Aber: Die Party war eine Veranstaltung von Gleichgesinnten für Gleichgesinnte, kein öffentlicher Auftritt. Die Uniformen und Accessoires bewegten sich, soweit ich das sehen konnte, im Rahmen der geltenden Gesetze und der Vorgaben des Veranstalters. Klar ist natürlich, dass im Spiel von B & D, D & S, S & M die Faszination des Bösen eine große Rolle spielt – und was repräsentieren Nazis anderes als das ultimate Böse in schicken Uniformen? Das Böse ist sexy, und nicht erst seit dem Nachtportier ist das auch in der Szene Thema.

Eindrucksvoll hat dieses allgemeine, nicht auf die Szene beschränkte Faszinosum der polnische Konzeptkünstler Piotr Uklanski mit seinem Projekt „Die Nazis“ gezeigt. Getreu seiner Intention, Gegenständen durch neuen Kontext neue Bedeutungen zu verleihen, hat er 1998 164 Fotos von Schauspielern in Nazirollen – von Video-Covern, Filmplakaten und Standfotos – in einem großen Fries zusammengestellt. Dass das Ausstellungsplakat mit Klaus Kinski in SS-Uniform zu einem der meistgestohlenen Museumsplakate wurde, spricht Bände, ebenso die Aufregung, die das Projekt bei seiner Präsentation in mehreren Städten in aller Welt erregte. Der sexuell-fetischistische Aspekt der hollywood-gefilterten Nazis und von Uniformen an sich, den Susan Sontag bereits 1974 beschrieb, springt dem Betrachter bei Uklanski ins Gesicht.

So sind Anklänge an die einschlägige Symbolik in der Szene so verständlich wie umstritten. Darf man mit dem Entsetzen, vor allem mit diesem, Scherz treiben? Charlie Chaplin, Ernst Lubitsch, Mel Brooks und Quentin Tarantino etwa haben diese Frage mit Ja beantwortet. Sie haben freilich die Bösen vom Sockel gestoßen, während das Machtgefälle in einer Session doch eher vom Uniformträger abwärts geht.

Dennoch: In der Szene sollte es mit der Political Correctness nicht zu weit gehen. Eine dunkle Uniformjacke macht noch keine SS-Uniform und ihren Träger nicht zum Nazi. Wer hier prophylaktisch die Zäune zu weit nach draußen setzt, hat bald alle Hände voll zu tun. In Zeiten der Kinderpornohysterie und Gesetzen, die „Scheinjugendlichkeit“ zum Straftatbestand machen, sind etwa die auch auf besagter Party mehrfach vertretenen Schulmädchen im kurzen Rock gleich die nächsten Ziele – nicht dass die Szene sich als Pädophilenhaufen verunglimpfen lassen muss.

Donnerstag, 10. September 2009

Gefährliche Damen und Damen in Gefahr

Als kleines Update zu den bisherigen Damen in Bedrängnis: Robert A. Maguire war in den 50er und 60er Jahren ein stilbildender Schöpfer von Titelbildern für Pulps und Paperbacks. Bei R. A. Maguire Cover Art ist eine erkleckliche Auswahl seiner Bilder zu sehen. Auch wenn er für seine Femmes fatales auf den Covern von Noir-Romanen berühmt wurde, ist natürlich das eine oder andere einschlägige Motiv darunter.

Dienstag, 8. September 2009

Wochenend statt Sonnenschein

Klassische Pose

Wie befürchtet, ist das Outdoor-Shooting am vergangenen Samstag an den Witterungsbedingungen gescheitert. Zwar hatte es aufgehört zu regnen, und die eine Location war sogar erstaunlich trocken. Die Sonne wagte sich jedoch erst spät am Nachmittag heraus, und so war es draußen einfach zu kalt für ausgedehnte Fotoserien mit einer eher luftig gekleideten Begünstigten. Also griff Plan B, und wir haben stattdessen Bilder im Studio gemacht.

Natürlich war wieder einmal die Zeit zu kurz für alles, dennoch haben wir ein paar sehr interessante Fotos zusammengebracht und uns dabei blendend unterhalten. Die Begünstigte und ihr Mann sind für jeden Unfug zu haben, und so sind ein paar Bilder entstanden, die gängige BDSM-Klischees auf den Arm nehmen. Aufgrund der Erkennbarkeit der Abgebildeten gibt es die an weniger öffentlicher Stelle zu sehen.

Am Abend ging es dann zu einer einschlägigen Party. Ernüchtert von früheren Erfahrungen, war ich positiv überrascht: Erfreuliches Ambiente, gute Musik von Jazz und Swing bis Peter Fox und Iggy Pop, sehr entspannte Gäste, keine auffälligen Glotzer und pfauenradschlagenden Selbstdarsteller, die nur hochoffiziell spielen, wenn auch wirklich alle gucken, dafür quer durch Altersstufen, Spielarten und Geschlechter ein vielfältiger und schillernder Kreis. Leider war ich mangels ausreichend Schlaf in den Nächten zuvor nicht ganz so fit, wie ich wollte – aber der nächste Termin ist schon mal vorgemerkt.

Zwiespältige Gefühle hat bei mir allerdings einer der eingeladenen Künstler hinterlassen. Er hängte seine Begleiterin – halb Spiel, halb Vorführung, so schien es – zu fortgeschrittener Stunde an einen Haken. Technisch sauberes Shibari, schnell durchgeführt. Doch dann begann er die wohlverschnürt baumelnde Dame herumzudrehen und ausgreifend zu schaukeln, direkt neben dem Durchgang von einem Raum zum anderen, während ständig Leute mit brennenden Zigaretten oder Gläsern in den Händen vorbeikamen. Es blieb nicht bei Beinahekollisionen, passiert ist zum Glück nichts. Jeder spielt anders; mir wäre unwohl, ließe ich eine Begünstigte unter solchen Umständen so fliegen.

Freitag, 4. September 2009

Überraschung! Überraschung!

Alles bleibt anders: Heftige Niederschläge drohen das geplante Outdoor-Shooting davon zu spülen, zumal die Hauptbegünstigte eine gewisse Kälteempfindlichkeit signalisiert hat. Wir treffen uns dennoch, entscheiden ad hoc, was wir machen, und verlegen schlimmstenfalls die Veranstaltung nach drinnen. Mal sehen, was aus der Entführungsgeschichte wird.

Derweil kündigt sich eine andere Fotogelegenheit aus einer unerwarteten Ecke an. Eine Dame, der ich schon vor längerer Zeit meine Dienste angetragen habe, hat gestern diesbezüglich angefragt. Angedacht sind unterschiedlichste Motive, nicht nur, doch durchaus auch einschlägiger Art. Ideen haben wir jenseits von Mitternacht noch durchgehechelt, und heute Morgen kamen mir noch ein paar Einfälle, die sich hoffentlich an Ort und Stelle umsetzen lassen. Licht! Schatten! Drama!

Donnerstag, 3. September 2009

Shooting on Location

Wenn alles klappt, werde ich am Wochenende dank eines überraschenden Angebots wieder einmal einschlägige Bilder machen. Geplant sind Fotos in freier Wildbahn, je nach Lust, Laune und Wetterlage an bekannten und unbekannten Orten. Die Beteiligten sind zu mancher Schandtat bereit, einige Ideen haben wir schon gesammelt.

Missverständnis

Ein kleiner Insider für Zwischendurch: So kann’s gehen, wenn man Szenen und Begrifflichkeiten noch nicht so ganz verinnerlicht und keine Antenne für CYA-Euphemismen des gemeinen Ebay-Verkäufers hat.