Montag, 30. März 2009

Zitat des Tages

„I am an available light photographer. Meaning, if a light is available I will consider using it. Speedlight, monobloc, car headlight, iPhone – I have used them all. If I think an ignited fart will improve a photo, then please pass the beans and matches.“

David Hobby hat keine Berührungsängste bei der Nutzung vorhandener Ressourcen.

Auch wenn ich vielleicht nicht ganz so weit gehen würde, wie es das Zitat andeutet: Diese pragmatische Einstellung versuche ich beim Fotografieren ebenso umzusetzen wie beim Fesseln. Die Erfahrung zeigt, dass sich auf beiden Gebieten die seltsamsten Sachen produktiv zweckentfremden lassen.

Sonntag, 29. März 2009

Leichter Dienstanzug

Nicht nur für Subs und Bottoms

Für alle, die ihre Vorliebe offen vor sich hertragen wollen: Ein einschlägig Bekannter bietet seit kurzem unter dem Label „Oh Goth“ T-Shirts und mehr mit Motiven und Slogans rund um Bondage und BDSM an. Wer im Hauptsortiment nichts Passendes findet, kann sich mit den Grafiken oder eigenen Bildern Kleidungsstücke individuell gestalten.

Sonntag, 22. März 2009

Risiko, Vertrauen und Selbstvertrauen

Das Treffen vor kurzem wurde vom ersten Gespräch gleich zur Bondage-Einführung. Dies hat mich wieder einmal dazu gebracht, mich mit dem dafür nötigen Vertrauen auf beiden Seiten zu befassen. Aber gerade sehe ich: Clu hat bereits einen sehr lesenswerten Artikel zu diesem Thema geschrieben.

Samstag, 21. März 2009

Ölsardinen

Gut geschmiert: Handschellen, Fußfesseln und Daumenschellen

Ein wenig Frühjahrsputz: Heute habe ich einen Teil der diversen Armreifen und Fußkettchen in WD-40 eingeweicht, das Wunderöl ein wenig wirken lassen und nachpoliert. Jetzt flutschen Schlösser und Rasten wieder.

Sonntag, 15. März 2009

Kleine Starthilfe

Ungeplant entwickelte sich heute ein unverbindliches Vorabtreffen dank Zeit, Lust und Vertrauen auf beiden Seiten zum Privatissimum mit einer Novizin. Die Dame hatte bislang keine Bondage-Erfahrung, doch große Neugier, wie es sich anfühlt, in den Seilen zu hängen, und wie weit Vorstellungen und Realität sich decken. In einigen – viel zu kurzen – Stunden durfte ich ihr einen ersten Eindruck vermitteln.

Nach einer kleinen Demonstration von Seil und Knoten an den Handgelenken mit ihren Händen parallel und gekreuzt vor dem Bauch ging ich in die Vollen. Aus Händen auf dem Rücken und einer Shinju-Variation ergab sich ein Ushiro Takate Kote. Nach kurzer Pause kam ein Karada als Grundlage, an den ich erst die Hände der Begünstigten sicherte, um dann einen Ebi darauf aufzubauen. Die westliche Schule repräsentierte ein klassischer Hogtie ebenso wie John Willies berühmter G-String-Tie. Nebenbei fand sich Zeit für Spielereien wie den Handcuff Knot und einige Gespräche zu Erfahrungen in der Szene, Auseinandersetzung mit der eigenen Neigung und nicht zuletzt den Gefühlen in der Umarmung der Seile.

Es war faszinierend und schön zu sehen, wie sie an die Bondage hinspürte, genoss, sich freute und erfreute und immer wieder in breites Grinsen oder glückliches Lachen ausbrach. Ebenso großer Lohn war das Vertrauen, das sich jedes Mal in ihrem „Mach mal“ äußerte, wenn ich fragte, ob sie dieses oder jenes ausprobieren wolle.

Da wir das Thema ob der Kürze der Zeit nur anreißen konnten, bin ich gespannt auf eine Fortsetzung – und zuversichtlich, dass die Dame einer Vertiefung der Eindrücke nicht abgeneigt ist.

Sonntag, 8. März 2009

Echter als die Realität

Erst neulich entdeckt: Bereits 2006 hat der in London lebende Designer Björn Franke mit Traces of an Imaginary Affair einen Werkzeugkoffer entworfen, mit dem sich Spuren einer heißen Affäre simulieren lassen. Inspiriert wurde Franke durch Menschen, die Missbrauch oder Krankheiten erfinden, um Aufmerksamkeit und Zuwendung zu erhalten und solche, die ihre Partner zur Eifersucht anstacheln, um die Stabilität ihrer Beziehung zu testen.

Viele BDSMer haben ja eine Schwäche für gut gestaltete und verarbeitete Spielwaren, und der Inhalt der Holzkassette passt ideal zu dieser Vorliebe. Die in passgenauen Vertiefungen ruhenden Werkzeuge ermöglichen es, sich mit Biss- und Fesselspuren, Kratzern, Abschürfungen und Knutschflecken zu verzieren. Für das passende Gesamtbild gibt es Parfüm, Lippenstift und Haare zum Auftragen auf Haut und Kleidung. Die Geräte würden sich auch sehr gut in die eine oder andere Session einbauen lassen.

Das Affären-Set ist nicht die einzige einschlägig konnotierte Arbeit Frankes. Freunde von Atemkontrolle könnten am Pace Maker Gefallen finden, und wer auf Psychospiele steht, darf die Panic Box testen.

Update 09.01.2012: Links aktualisiert.

Internationaler Frauentag

Heute. Mal sehen…

  • Frau verschnürt: Check.
  • Frau verhauen: Check.

Ich liebe es, Wünsche zu erfüllen, die allen Beteiligten Freude bereiten.